Herzlich willkommen am Adam-Kraft-Gymnasium!

 Sommer 22

 

  

Anmeldung 22

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

wir laden Sie und euch auf einen virtuellen Spaziergang (hier auch datenreduziert) durch unseren Gebäudekomplex und über das Schulgelände ein. So kann man sich einen ersten Eindruck von unseren Räumlichkeiten und unserem vielfältigen Schulleben verschaffen. Auch unser Schulleiter OStD Harald Pinzner möchte Sie und euch in einem Grußwort am Adam-Kraft-Gymnasium willkommen heißen.
Unsere Präsentation fasst noch einmal alles Wissenswerte zusammen und gibt einen umfassenden Überblick zu unserem Ausbildungsprofil, über den Unterricht am AKG, unser pädagogisches Betreuungskonzept sowie über alle wichtigen Termine.

 

 

 

 

 

Nachrichten-Ticker zum Corona-Virus

Sehr geehrte Schulfamilie,advent 3800429 640

der Nachrichten-Ticker soll auch im Schuljahr 2021/22 über aktuelle Entwicklungen zum Corona-Virus, die das Adam-Kraft-Gymnasium betreffen, zeitnah informieren. Ältere "Posts" sind im Corona-Nachrichten-Archiv des AKG zu finden.

Die Schulleitung

 


- Hygieneempfehlungen an Schulen (Stand 27.4.2022)

- Aktuelle Informationen zum Unterrichtsbetrieb (Stand 27.4.2022)

 

  


Im Chaos der Gefühle

Foto 1Die Kultur ist zurück im Blauen Theater des Adam-Kraft-Gymnasiums – und zwar mit viel Liebe. Das Oberstufentheater des AKG präsentierte sein aktuelles Stück „Nur mit dir“, frei nach dem Jugendroman „So lonely“ von Per Nilsson, und begeisterte damit das Publikum.
Seit mehr als zwei Jahren gab es keine Veranstaltung mehr im Blauen Theater. Jetzt endlich durfte die Gruppe unter der Leitung von Dr. Johannes Möhler wieder Zuschauer im Theatersaal der Schule begrüßen. Ein besonderer Moment für alle Beteiligten.

Viel Liebe steckten sie in dieses Stück über die Liebe – oder besser über das Verliebtsein mit all dem Gefühlschaos, den Verwirrungen und Verwerfungen, die damit verbunden sind. Das merkte man bereits vor dem Beginn der Aufführung. Die wartenden Zuschauer konnten sich in zwei liebevoll gestalteten Räumen auf das Stück einstimmen, sie konnten Liebesbriefen lauschen oder sie lesen, dabei ein wenig träumen und vielleicht ans eigene erste Verliebtsein zurückdenken.
Verliebt ist auch der Protagonist des Stücks, der keinen Namen trägt. Er könnte jeder sein und steht somit stellvertretend für wahrscheinlich unzählige Jugendliche, die in der Achterbahn ihrer Gefühle nicht mehr recht wissen, wo oben und wo unten ist. Gleich sieben Darstellerinnen und Darsteller (Franziska Deyerling, Ruben Hovsepyan, Saphira Koppe, Roberta Onofrei, Kaja Pinsker, Lara Schwarz, Jana Wucherer) verkörpern diese Figur. Sie alle fügen dem Protagonisten mit ihrem präzisen, mimisch und gestisch starken Spiel eigene Facetten hinzu und dennoch erscheint die Figur als ein Ganzes.

Das Stück gewährt tiefe Einblicke in das Gefühlschaos der ersten Liebe mit all ihrem Glück, aber auch Enttäuschungen. Der Junge sitzt vor einer Reihe von Erinnerungsstücken. Station für Station lässt er seine große Liebe Revue passieren, von dem Moment an, als er das Mädchen - mal empathisch, mal eher kühl und undurchschaubar gespielt von Matilda Friebel, Helena Kaufmann, Paula Puschmann und Sophia Schmied - zum ersten Mal im Schulbus wahrnahm, über den ersten Kuss bis zu ihrer gemeinsamen Nacht.
Gemeinsam erleben sie wunderschöne, verliebt verklemmte und hochnotpeinliche Momente. Wie er versucht, unerkannt ein Kondom zu kaufen, das ist von skurriler Komik (Veit Deilke, Gregor Leder und Ruwen Zichner als Kondomautomaten und -verkäufer). So auch die Szene mit Annie Krüsmann als Mutter, die sich von ihrem Sohn nicht so leicht aus dem Kinderzimmer verbannen lässt.
Nach seiner einmonatigen Sprachreise ist jedoch nichts mehr so, wie es mal war. Ein anderer Junge steht plötzlich zwischen ihr und ihm. Sie will ihn gerne als Freund behalten. Doch er ist zutiefst verletzt. Was folgt, ist schmerzhafte Eifersucht, Verzweiflung, Selbstmitleid, Trotz. Er zerstört alle Gegenstände, die ihn mit dem Mädchen verbinden und für ihn nur noch Symbole seiner enttäuschten Liebe sind.
Unterstrichen wird das Durcheinander im Kopf des Jungen dadurch, dass die Zuschauer immer wieder einen Blick in ebendiesen Kopf werfen können. Darin befinden sich vier Stimmen (wunderbar unterschiedlich und widerstreitend verkörpert von Charlotte Ebenfeld, Roman Hoh, Amelie Horn und Mirjam Stief), die wechselweise das Ruder übernehmen und so versuchen, den Jugendlichen mal hierhin, mal dahin zu lenken.
Es gelingt der Gruppe auf eindrückliche Weise, diese verschiedenen Stimmungen durch das klare und bewusste Spiel mit dem Tempo, durch Blicke und Mimik und nicht zuletzt durch den Einsatz von Licht und Musik (souverän an den Mischpulten Levin Haala und Martin Ott) in Szene zu setzen und so das Publikum mit auf diese Gefühlsachterbahn zu nehmen. Wird gerade noch gelacht, herrscht im nächsten Moment schon wieder tiefe Stille. Anrührend bis mitreißend sind auch die Tanz-Szenen, die ohne Worte das Auf und Ab der Emotionen ausdrucksstark visualisieren.
Am Ende brandet der Applaus auf. Glücklich verlassen die Zuschauer die Achterbahn und das Blaue Theater, in dem fortan hoffentlich wieder regelmäßig die Theaterschülerinnen und -schüler ihr Können präsentieren dürfen.
Wehmütig blicken freilich die Ensemblemitglieder der Q12 auf ihre letzten Auftritte an diesem Ort zurück. Zu Recht weist Frau Wucherer als Vertreterin des Elternbeirats darauf hin, dass die in der Regel jahrelange Arbeit in der Theatergruppe und mit Herrn Dr. Möhler einen unschätzbaren Beitrag für die emotionale und persönliche Entwicklung der jungen Menschen leistet und tiefe persönliche Bindungen entstehen lässt. Bester Beweis hierfür war wieder die Tatsache, dass zahlreiche ehemalige Ensemblemitglieder es sich nicht nehmen ließen, den Aufführungen beizuwohnen.

Text: I. Bentivoglio
Fotos: Dr. J. Möhler