Herzlich willkommen am Adam-Kraft-Gymnasium!

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Nachrichten-Ticker zum Corona-Virus

Sehr geehrte Schulfamilie,advent 3800429 640

der Nachrichten-Ticker soll auch im Schuljahr 2021/22 über aktuelle Entwicklungen zum Corona-Virus, die das Adam-Kraft-Gymnasium betreffen, zeitnah informieren. Ältere "Posts" sind im Corona-Nachrichten-Archiv des AKG zu finden.

Die Schulleitung

 


- Informationen zum Unterrichtsbetrieb im Januar 2022

- Aktualisiertes Merkblatt zu Krankheits- und Erkältungssymptomen

- KM-Information für Erziehungsberechtigte (3G-Regel auf dem gesamten Schulgelände) 

- Merkblatt Rahmenhygieneplan 


Slammen für die Demokratie

Slammen 1„Liebeserklärung an die Demokratie. Verteufelt oder vergöttert?“ Unter diesem - zugegebenermaßen nicht ganz einfachen - Motto stand der Poetry Slam, der am 2. Oktober in den Räumen des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums veranstaltet wurde. Dieser „Dichterwettstreit“, der Beitrag der Stadt Schwabach zur „Langen Nacht der Demokratie“, die in zahlreichen anderen Städten schon seit einigen Jahren immer am Vorabend des Feiertags zur Deutschen Einheit stattfindet, wurde von den beiden Schwabacher Gymnasien gemeinsam organisiert. 


Ende September trafen sich alle Interessenten von AKG und WEG zu einem gemeinsamen Workshop unter Leitung der bekannten Fürther Slammerin Pauline Füg. Nach einer kurzen Einführung wurde auch schon fleißig geschrieben, vorgetragen und abgeändert. Dieses konstruktive Miteinander konnte man bei den Schülerinnen und Schülern auch am 2. Oktober spüren. Als die Aula des WEG sich kurz vor 19 Uhr mit rund 180 Zuschauern füllte, stieg die Nervosität bei den Teilnehmern, alle wünschten sich Glück und fieberten mit den anderen mit. Das Ambiente sollte an eine Bar - den typischen Austragungsort eines Poetry Slams – erinnern und so durfte etwas Livemusik auch nicht fehlen. Pauline Füg moderierte die Veranstaltung und das Publikum „klatschte“ alle Slammer „ans Mikrofon.“ Die Texte der jungen Leute waren sehr unterschiedlich: mal laut und zornig darüber, dass die Politik die Stimmen der Nichtwähler nicht hören will, mal nachdenklich, ob man nur frei sein kann, wenn man auch wählt. Es wurden echte Briefe an „Demokratia“ verfasst, ihre Schwächen, aber auch ihre Vorzüge herausgestellt. Beiträge, die aufzeigten, in wie vielen Ländern auf der Welt überhaupt keine Freiheit möglich ist und was Flucht bedeutet, führten dem Publikum vor Augen, wie wertvoll unsere freiheitliche Gesellschaft ist, in der wir in Wohlstand und Frieden leben. Es wurde aber auch aufgezeigt, dass Gleichberechtigung durchaus noch nicht überall im Alltag angekommen ist, wenn Mädels ihre Fußballtrikots selbst kaufen müssen, während männliche Kollegen in der gleichen Spielklasse gesponsert werden. Auch selbstkritische Überlegungen, wo die eigene Toleranz endet und ab wann der Wunsch, sich gegen die Masse abzugrenzen und nach Individualität zu streben, scheitert, wurden in den Texten verarbeitet.
Neben Schülerinnen und Schülern der beiden Gymnasien traten auch einige externe Slammer auf, darunter der Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß. Bereits zu Beginn der Veranstaltung wies Pauline Füg darauf hin, dass an diesem Abend kein Sieger ermittelt werden würde, da das Publikum sich bei der Fülle der tollen Beiträge ohnehin nicht entscheiden könne – und sie sollte Recht behalten.
Alle, die sich an diesem Abend auf die Bühne gewagt und ihre innersten Gedanken öffentlich gemacht haben, hatten den tosenden Applaus des Publikums redlich verdient und nicht nur Eltern oder Großeltern, die mit im Publikum waren, sondern auch wir Lehrer waren mächtig stolz auf diese Leistung und das Engagement der Jugend, die sich in ihren Texten durchaus kritisch mit unserer Demokratie auseinandergesetzt, an diesem Abend aber doch ein ganz deutliches Plädoyer für die Demokratie gehalten hat.

Text: Melanie Kirchhof; Fotos: Dr. Johannes Möhler